Ein Blick in die Ukraine, Juni 2019

Ein Blick in die Ukraine, Juni 2019

Zuerst ist zu betonen, dass die beiden Initiativen für anthroposophische Heilpädagogik in der Ukraine von großem Mut und viel Ausdauer getragen sind. Gäbe es nicht ca. 25 PädagogInnen, TherapeutInnen und HeilpädagogInnen sowie eine Unmenge an Unterstützern aus Europa, so könnte sich diese Kraft in diesem schönen und von einer Aufbruchstimmung umgebenen Land mit der Liebe für die Kinder und Jugendlichen mit besonderen Bedarfen nicht entfalten.

Die Phönix Schule in Charkow und die Sonnenhof Schule in Kiew sind Orte, die sich inmitten von staatlichen Regulierungen ihre Nischen suchen müssen, bis zu Finanzierung.

Beide Schulen sind räumlich innerhalb von staatlichen Kindergärten untergebracht, was zu Begegnungen und gelegentlich zu gemeinsamem Handeln und Feiern führt.

Einen großen Zulauf aus allen pädagogischen Ecken erhält das Seminar für Anthroposophische Heilpädagogik, das seit Jahren sich interdisziplinär für alle interessierten KollegInnen in der Ukraine öffnet. Dieses Angebot mit seinem Austausch ist für alle Beteiligten eine große Bereicherung.

Bei meinem Besuch habe ich, Sonja Zausch, Mitglied des Leitungsteams des Councils, versucht herauszuhören, welche Bedarfe aktuell sind. Und wir sind auf zwei Themenkomplexe gestoßen: den Aufbau einer sozialtherapeutischen Einrichtung und das Thema Unterstützte Kommunikation. Für Ersteres konnte ich im Umland von Berlin bereits eine sozialtherapeutische Einrichtung (Seewalde) finden, die bereit ist, zwei Kolleginnen aus Charkow für ein längeres Praktikum aufzunehmen. Das ist ein großes Geschenk, wenn man hinter die Kulissen einer gut funktionierenden Einrichtung (in ländlicher Region) schauen darf. Herzlichen Dank an Seewalde für die Öffnung der Türen.

Für die Unterstützte Kommunikation konnte ich auch bereits Kontakt mit zwei professionellen KollegInnen in Deutschland aufnehmen. Wir sind dabei zu überlegen, ob es Möglichkeiten gäbe, dass sie eine Fortbildung vor Ort in Kiew für die SeminaristInnen und Eltern anbieten könnten. Das wäre ein wunderbarer Beitrag, ganz im Sinne des Inklusionsgedankens.

Ein Thema, das mir noch auf dem Herzen liegt und ich angesprochen habe, ist, sexuelle Aufklärung für Kinder, Jugendliche, BetreuerInnen und Eltern. Auch hier bin ich bemüht, KollegInnen aus Europa einzuladen, vor Ort eine Fortbildung anzubieten.

Wenn sie sich als LeserIn und Fachfrau oder Fachmann angesprochen fühlen, einen Beitrag zu den angesprochenen Themen geben zu können, nehmen sie gerne Kontakt mit mir auf. Ich bin für jede Anregung dankbar!





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