Eurythmie in Heilpädagogik und Sozialtherapie

Eurythmie in Heilpädagogik und Sozialtherapie

Aktueller Bericht, April 2021

Durch die Reisen von Sonja Zausch, Mitglied des Leitungsteams des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development und Eurythmistin (MA), an die unterschiedlichsten Orte der Welt wie inklusive Schulen, Kleinklassen, heilpädagogische Förderschulen und Einrichtungen der Sozialtherapie, welche mit der anthroposophischen Heilpädagogik verbunden sind, wurde immer wieder der Bedarf nach einem Netzwerk für diesen Fachbereich deutlich. Nach mehreren Aufrufen in verschiedenen Fachzeitschriften formierte sich unter anderem während der digitalen Fachkonferenz der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum in Dornach, welche online vom 7.–9.4.2021 stattfand, eine Arbeitsgruppe, welche sich diesem Themenbereich in regelmäßigen Arbeitstreffen annimmt.

Bereits während der Fachtagung fand ein reger und offener Austausch zu den unterschiedlichsten Themen die Eurythmie in der Heilpädagogik und Sozialtherapie betreffend statt.
In einem ersten Schritt soll es vor allen Dingen um das Schreiben von Texten und Formulieren von gelingenden Übungen gehen, da es zur Eurythmie in Heilpädagogik und Sozialtherapie kaum Literatur oder dokumentierte Materialien gibt und somit die Gefahr besteht, dass der über Jahrzehnte gepflegte Wissensschatz verloren geht. Hierbei soll es sich aber nicht um ein reines Archivieren handeln, sondern um den Erhalt und das Zugänglichmachen der Übungen und Erfahrungen, sowie diese in den aktuellen Kontext zu stellen.

Selbstverständlich sollen die Materialien in mehrere Sprachen übersetzt werden, sodass möglichst viele Eurythmistinnen davon profitieren können. Themen sind unter anderem:

  • Die Haltung der Eurythmielehrerin/des Eurythmielehrers
  • Selbstschulung und Kraftquellen
  • Der Eurythmieraum in der Schule
  • Zusammenarbeit mit den Lehrer*innen und Klassenbegleiter*innen
  • Eurythmie als Sinnesstimulation
  • Die Wirkung der Eurythmie
  • Die Bedeutung der Wiederholung
  • Die Arbeit mit Gegenständen
  • Eurythmie mit Rollstuhlfahrern
  • Die Bedeutung der begleitenden Heileurythmie
  • «Best practice-Beispiele» und …

Wir möchten die Materialien in Zukunft auf der Webseite des Councils als PDFs für alle Interessierten zugänglich machen.

Ebenso wurde deutlich, dass dringend eine Weiterbildung für Eurythmist*innen, welche in der Heilpädagogik und Sozialtherapie tätig sind, benötigt wird, da diesem Fachbereich in keiner Eurythmieausbildung Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ebenso ist angedacht, ein Angebot für die grundständigen Ausbildungen in Form eines «Schnuppertags in die Heilpädagogik» zu konzipieren. Auch hiermit wird sich die Arbeitsgruppe auseinandersetzen und evaluieren, in welcher Form ein solches Angebot stattfinden kann und welche Module hierfür sinnvoll sind.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und in der Arbeitsgruppe mitwirken möchten, melden Sie sich gerne bei uns.

Moritz Jehle, April 2021

Ansprechpartner:
Sonja Zausch: s.zausch@inclusivesocial.org
Moritz Jehle: m.jehle@posteo.de


Bericht Februar 2021

Im Frühjahr 2021 bildet sich eine neue Arbeitsgruppe zum Thema Eurythmie in der Heilpädagogik und Sozialtherapie.

Zur Stärkung und Professionalisierung dieses Arbeitsfeldes laden wir innerhalb der digitalen Fachkonferenz der Sektion für Redende und Musizierende Künste zu einem ersten Arbeitstreffen im Rahmen einer Arbeitsgruppe ein:
www.eurythmie-sprache-2021.net

Weil die Konferenz aus aktuellem Anlass um ein Jahr verschoben wurde, wird es eine kleine digitale Konferenz vom 7.-9.4.2021 geben. Weitere Informationen dazu folgen.
Die Arbeitsgruppe zur Netzwerkbildung wird auch im digitalen Format stattfinden und an allen drei Tagen von 19.30–21 Uhr stattfinden.

Bei Reisen an unterschiedlichste Orte der Welt mit der Heilpädagogik wie inklusive Schulen, Kleinklassen, heilpädagogische Förderschulen und Einrichtungen der Sozialtherapie wird immer wieder deutlich, dass es einen Bedarf nach einem Netzwerk für diesen Fachbereich gibt.

Wir wissen alle, dass diesem Fachbereich in keiner Ausbildung Aufmerksamkeit geschenkt wird und trotzdem ist es ein sehr wertvolles und herzerwärmendes Arbeitsfeld.
Wie arbeitet man mit Bewegung, wenn man mit Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten und vielen anderen Fähigkeiten etwas künstlerisch-pädagogisch gestalten will?

Unsere Chance einer Netzwerkarbeit sind Erfahrungsaustausch, Anregungen und Arbeitsmaterialien für den Berufsalltag, vielleicht auch gegenseitige Hospitationen. Denn von wem lernt man mehr als von der Kollegin oder vom Kollegen, die/der mich mit einem professionellen liebevollen Auge begleitet! Vielleicht könnten wir auch einen Unterrichtsleifaden durch die Klassenstufen verschriftlichen.

Hieraus darf ein kräftiger Bildungsimpuls entstehen, der die Wahrnehmung des Berufsbildes sichtbarer macht als derzeit. Denn auch die Frage nach der Zukunft und dem Nachwuchs des Berufsfeldes wird immer lauter!

Bitte bringt zu dieser Arbeitsgruppe eure Best-Practice-Beispiele mit, damit wir miteinander üben und lernen können. Ich freue mich auf diesen Austausch!

Kontakt:
Sonja Zausch
s.zausch@inclusivesocial.org
Mobil (Signal, Telegram und Threema):
+49 173 202 67 97

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