Eindrücke von der Tagung “Zukunft Jetzt” in Berlin (16.-18.05.2019)

Eindrücke von der Tagung “Zukunft Jetzt” in Berlin (16.-18.05.2019)

Die Tagung ‘Zukunft Jetzt’ ist eine jährliche deutschsprachige Tagung für Auszubildende, Studierende und junge Mitarbeitende in der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie. Sie wurde von deutschen und Schweizer Ausbildungsstätten initiiert und findet seit 2019 unter der Trägerschaft des Councils statt.

Gerade ging die erste Tagung ‘Zukunft Jetzt’ unter der neuen Trägerschaft des Councils an der Emil Molt Akademie in Berlin zu Ende. Für die Teilnehmenden war es wieder, bereits zum fünften Mal, eine wunderbare Möglichkeit professionelles Handeln und Erleben in besonderen Situationen unter dem Thema “Macht” zu reflektieren und sich mit dieser Herausforderung im Berufsalltag als junge Mitarbeitende auseinanderzusetzen.

Besonders wichtig war ein Beitrag von Fine Freudenberg, die die Inhaberin der Vertrauensstelle der Kaspar Hauser Stiftung in Berlin ist. Mit hohem Praxisbezug und klaren Definitionen konnte sie hier die Arbeit der Fachstellen für Gewaltprävention darstellen. Hier wurde deutlich, dass es bereits einige Strukturen und Ansprechmöglichkeiten für jeden gibt, die genutzt werden sollten.

Im weiteren war das Programm sehr auf die Stadt Berlin abgestimmt. Es wurde ein Besuch im Hamburger Bahnhof mit einer Betrachtung einer Fotografie von Andreas Mühe angeboten, mit der Frage: wie kann eine Bildbetrachtung mit der sozialen Arbeit zusammen hängen? Können wir Fähigkeiten der Wahrnehmung stärken, in dem wir Kunst betrachten? Wenn wir Kunstwerke gemeinsam betrachten, kann es eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Fallbesprechung haben, jedoch auf einer sachlicheren Ebene. Das kann eine Schulungsmethode sein.

Zum Thema institutionelle Gewalt konnten Orte des Staatsterrors  besucht werden, wie das Konzentrationslager Sachsenhausen, die Gedenkstätte zur “Aktion T4” (dem von 1939 bis 1945 laufenden ‘Euthanasie’-Programm der Naziregierung in Deutschland), sowie die Gedenkstätte Hohenschönhausen als Ort der geheimen Untersuchungshaft der Stasi zu DDR Zeiten.

Mit künstlerischen Erfahrungen und Gesprächsgruppen wurde das Programm ergänzt und abends wurde die internationale Metropole mit “Chillen im Park” und ähnlich Vergnüglichem genutzt.

Wir sind gespannt, wo und mit welchem Thema der Initiativkreis die nächste Tagung vorbereitet und freuen uns darauf.

Ansprechpartnerin des Initiativkreises:

Annette Pichler, Rudolf Steiner Seminar Bad Boll





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